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Elbe – Zwischen Hrensko an der tschechischen Grenze und der Teilung in Norder- und Süderelbe in Hamburg liegen 608 Stromkilometer. Das Mittelwasser wird mit 2,5 m angegeben. Wasserstände unter 1 m sind möglich. Bei Stromgeschwindigkeiten zwischen 0,8 und 1,3 m/s gibt es keine generellen Geschwindigkeitsbeschränkungen. Sehr wichtig ist jedoch das unbedingte Einhalten des Fahrwassers.
Geschwindigkeitsbegrenzungen auf dem Elbe-Lübeck-Kanal von der Schleuse Lauenburg (km 59,9) bis zur Trave (km 5,6) 10 km/h, auf der Trave 4 km/h. Tauchtiefe bei Mittelwasser 2,00 m. Die einzige Tankstelle (Diesel) befindet sich im Yachthafen Lauenburg (km 60,0).
Auskünfte über Fahrrinnen und Einschränkungen: WSA Lauenburg Tel. 04153 / 558-0 oder www.elwis.de.
Wettertelefon: 0190/ 11 60 46.
Der Elbe-Seitenkanal bildet die Nord-Süd-Verbindung zwischen Elbe, Weser und Rhein.
Grundsätzlich haben Fähren Vorfahrt!
Das Besondere: Auf der Elbe gibt es Gierseilfähren. Sie sind an langen Seilen im Flussbett verankert und nutzen die Strömung zum Überqueren des Flusses. Gelbe Bojen - sie werden auch Buchtnachen genannt - im Wasser kennzeichnen die genaue Lage des Seils. Buchtnachen dürfen nicht gekreuzt werden.
Das Schifffahrtszeichen E.4a, nicht freifahrende Fähre (weißes Schiff mit weißer Linie unter dem Bug auf blauem Grund), steht ober- und unterhalb des ständigen Liegeplatzes der Seilfähre. Das Vorbeifahren ist nur gestattet, wenn sie an ihrem ständigen Liegeplatz stillliegt. Ist eine Seilfähre in Fahrt oder am gegenüberliegenden Ufer, ist das Vorbeifahren verboten. Sportbootkapitäne müssen auf Anzeichen für eine bevorstehende Abfahrt achten. Das ist ein geschlossener Schlagbaum auf der Landseite. Und wer Funk an Bord hat, kann die Fähre über NIF (Nautischer Informationsfunk), Kanal 10, direkt ansprechen.
Freifahrende Personen- und Wagenfähren (Schifffahrtszeichen E.4b: Weißes Schiff auf blauem Grund) können passiert werden, wenn sie an einem Ufer stillliegen.
Der historische Handelsweg Alte Salzstraße verbindet zwei Kaufmannsstädte: Lüneburg im Süden und Lübeck, die Perle der Hanse, im Norden. Wo heute Freizeitkapitäne neben Binnenschiffern schippern und Radfahrer auf dem neu ausgebauten Treidelpfad radeln, herrschte schon vor 500 Jahren emsiges Treiben. Damals war Salz ein bedeutendes Handelsgut und Grundlage für den Reichtum der Händler in Lüneburg, Lübeck und im Lauenburgischen. Um den Salzhandel zu fördern, wurde in mehreren Jahrzehnten eine schnellere Wasserverbindung von der Elbe an die Ostsee gebaut. Durch seine Schleusenbauwerke ist der Elbe-Lübeck-Kanal noch heute ein lebendiges Meisterwerk damaliger Ingenieurskunst.
Der 1976 fertiggestellte Elbe-Seitenkanal verbindet die Elbe mit dem Mittellandkanal und wird dabei fast geradlinig von Norden nach Süden durch die östliche niedersächsische Heideregion geführt.
Auf einer Gesamtlänge von 115,2 km muss eine Höhendifferenz von 61 m überwunden werden. Dies geschieht in zwei Schritten: Im Landkreis Uelzen wird mittels einer Schleuse ein Höhenunterschied von 23 m bewältigt. 38 m überbrückt das Schiffshebewerk Lüneburg zwischen Ober- und Unterwasser. Es wurde 1974 als das größte Doppelsenkrechtschiffshebewerk der Welt erbaut. (Mehr Informationen in einer Ausstellungshalle vor Ort.)